Autobiographic Essays of young Tibetan women: Heavy Earth...

PostPosted by Yushu-Andreas » 20 Jan 2012, 00:45

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Tales of real life in Tibet: Heavy Earth, Golden Sky

For a long time Tibet and the Tibetans have been regarded from the spiritual side only. Hardly any Westerner allowed them to be other than passive victims of policy or spiritual media between religious people down on a heavy earth and deities high up in the golden sky. How surprising must it be for idealistic readers to learn that people on the Roof of the World are also the same human beings with mundane longings and physical desires, with strength and altruism, but weakness and indifference, even maliciousness as well.

Here we have a fine collection of short stories, built around the life-biographies of young Tibetan women grown up in simple nomad families or poor peasant households. And yet they have made their way – with support or against the resistance of their respective communities – through the educational system. They have studied hard and eventually learnt this foreign language, English, in which they talk to us directly. They see themselves enabled and obliged to tell about how their country and people are. As simple as the narrative scheme might look like – for the baseline of their young life is the same and follows their course of education – as interesting are the different living backgrounds and experiences of these Tibetan women. We read of changing living conditions of a family after their gold mine collapsed and vivid memories from contemporary Tibetan childhoods interwoven with custom and culture. One author begins with one of her first impressive memory of childhood–a group of pilgrims on their way of hardships to Lhasa, the holy city, and thus starts to muse over her own young life, while others tell of family violence at a neighbor’s or of people resettled after a hydropower dam had been built and all the resulting problems. We feel like intimate guests of the authors’ families since we get to know their feelings and thoughts and thus are given extraordinary insight into Tibetan youth.

These autobiographic stories are a great pleasure to read. Maybe it is the fresh air of educated (former) nomads and peasants, who have become curious and questioning, open to the rest of the world after they realized how wide it is, which makes the reading so authentic and unsullied. The collection of twelve women's short life stories in this book give us a more detailed insight into the every-day life of countryside Tibetan society, of its problems and desires, than most methodical studies, and at the same time they are very entertaining. I hope, Dawa Drolma, Samtsogye, Lhamotso and the other young Tibetan writers will have the chance to catch many readers. It's a great book offering great insights.

Available from:
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-- in German:
Junge Tibeterinnen, Frauen, die in Tibet leben und nicht schon durch die "Schule der westlichen Tibet-Rezeption" im Exil gegangen sind, die wie die Traditionalisten im Schneeland selbst dazu neigt, eine problemorientierte Sicht auf die Gesellschaft zu verbergen,berichten aus ihrem Leben.
Michelle Kleisath, ehedem Englischlehrerin, die in Xining (Qinghai/Amdo) auch Gender Studies unterrichtete, legt hier eine unschätzbare Sammlung von Kurzgeschichten vor, die sich um die Biographien einiger junger tibetischer Frauen entfalten, die in einfachen Nomadenfamilien oder armen bäuerlichen Haushalten aufgewachsen sind. Und doch haben sie neue Wege eingeschlagen und sich - mit Unterstützung oder gegen den Widerstand ihrer jeweiligen Dorfgemeinschaften - langsam durch das Schulsystem nach oben gekämpft. Sie haben hart studiert und schließlich diese für sie eigenartige Sprache erlernt, Englisch, über die sie nun direkt mit uns sprechen. Sie sehen sich auf einmal imstande - und verpflichtet - selbst zu erklären, wie ihr Land und ihre Mitmenschen sind, oder wie sie diese sehen.
So einfach das Erzählschema auch erscheinen mag - die Grundlinie ihres jungen Lebens und damit Erzählens ist jeweils dieselbe und folgt ihrem Weg zur Schulausbildung und deren Ende -, so interessant sind die äußerst unterschiedlichen Lebenshintergründe sowie die persönlichen Erfahrungen dieser tibetischen Frauen. Wir lesen von den sich wandelnden Lebensbedingungen einer Familie, nachdem deren Goldmine einstürzte und von lebhaften Erinnerungen einer zeitgenössischen Kindheit im nordosttibetischen Amdo, eng verwo-ben mit den lokalen Gewohnheiten und ihrer Kultur. Eine Autorin, Samtsogye, beginnt mit dem liebevollen Blick auf Pilger, die sich ihren mühseligen Weg in die heilige Stadt Lhasa erarbeiten, um anschließend über die "Pilgerschaft" ihres jungen Lebens zu sinnieren. Lum Tsering dagegen thematisiert in ihrer Geschichte "Mother's eyes" das allerorten schwierige und im tibetischen Kontext tabuisierte Thema häuslicher Gewalt, während Lhamotso in "A Farm in the Desert" von armen Bauern berichtet, die einem Staudammprojekt weichen mussten und daher umgesiedelt wurden, und all den daraus resultierenden Problemen und Leiden. Wir fühlen uns von den Autorinnen behandelt wie innig vertraute, herzlich in ihren Familien aufgenommene Gäste, da sie uns beim Lesen erlauben, ihre Gefühle und Gedanken kennen zu lernen. Auf diese Weise gewähren sie uns einen außerordentlich tiefen Einblick in die Verhältnisse tibetischer Jugend in der heutigen Zeit.
Es bereitet Vergnügen, diese autobiographischen Essays zu lesen, und erzeugt doch zuweilen auch massive Betroffenheit. Wie ein frischer Wind berührt die Art, wie sich diese erst kürzlich aus der Welt der Nomaden und Bauern entstammenden gebildeten jungen Frauen, neugierig geworden zum Rest der Welt geöffnet haben und dieser nun ihre urei-genen Fragen stellen - nachdem sie festgestellt haben, wie viel weitläufiger diese Welt ist. Dies lässt die Texte so authentisch und unbefleckt wirken, trotz aller Schatten im Leben und der Gesellschaft der Protagonisten.
Die vorliegende Sammlung von zwölf Frauenbiographien geben uns einen ausführlicheren und nachvollziehbareren Einblick in das tägliche Leben (eines Teils) der tibetischen Gesellschaft, ihrer Probleme und Sehnsüchte, als es all die methodischen Studien und gut gemeinten Unterstützerberichte taten und je tun können, und gleichzeitig sind sie überaus unterhaltsam. Ich hoffe sehr, dass es Dawa Drolma, Samtsogye, Lhamotso und den anderen jungen tibetischen Verfasserinnen dieses Buches vergönnt sein wird, viele Leser zu erreichen, auch wenn es nur auf Englisch vorliegt. Diese Tibeterinnen haben in einer Sprache geschrieben, die nicht ihre Muttersprache ist, damit sie auch Leser erreichen, deren Muttersprache sie nicht verstehen. Tun wir ihnen den Gefallen und hören dem zu, was sie uns zu sagen haben, denn es ist ein wichtiges Buch, mit dem sie uns großartige Einblicke in eine uns immer noch ferne Welt bieten.

Erhältlich über:
http://www.booklooker.de/app/detail.php?id=1034840517
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